💛 Online Business starten – Erfahrungsbericht
Online Business starten: Mein ehrlicher Weg zu passivem Einkommen aufbauen
Es war ein Fehlstart. So würde ich meine ersten Versuche beschreiben, nebenbei ein Online Business starten zu wollen. Kein Erfolgsstory-Intro, keine glänzenden Zahlen am Anfang – sondern Trading-Apps, die ich nicht verstanden habe, und Network-Marketing-Calls, nach denen ich mich seltsam gefühlt habe. Trotzdem bin ich drangeblieben, weil ich wissen wollte, ob sich neben dem Job wirklich etwas aufbauen lässt, das nicht komplett von meiner Zeit abhängt. Dieser Text ist mein Zwischenstand – mit allem, was funktioniert hat, und allem, was nicht.
Meine Ausgangssituation
2020 habe ich mit Trading und Network Marketing angefangen. Beides war, ehrlich gesagt, nichts für mich. Beim Trading habe ich viel zu spät gemerkt, dass ich weder die Zeit noch die Nerven hatte, Charts zu beobachten. Beim Network Marketing kam ich in eine Welt voller Motivationssprüche und Verkaufsdruck, die überhaupt nicht zu mir gepasst hat. Unterm Strich kam bei beidem mehr oder weniger nichts finanziell heraus. Was ich stattdessen bekommen habe: einen sehr ehrlichen Einblick in Menschen – wie sie mit Geld umgehen, wie leicht man Versprechungen glaubt, wie unterschiedlich Menschen auf Chancen reagieren. Und ich habe angefangen, mich wirklich mit Geld, Krypto und ETFs auseinanderzusetzen, statt es nur zu konsumieren. Ich habe sogar Arbeitskollegen dazu ermutigt, sich mit ETFs zu beschäftigen. 2025 kam dann ein neuer Ansatz dazu: Ich habe begonnen, einen eigenen Etsy-Shop mit Print-on-Demand-Produkten aufzubauen – parallel zu meinem Blog.
Meine Stationen bisher
2020 – Der Start: Einstieg in Trading und Network Marketing. Finanziell kam so gut wie nichts dabei rum, aber viele Lektionen über Menschen und Geld.
Ende 2022 – Der Ausstieg: Ich habe mit Trading und Network Marketing aufgehört, um mich anderen Dingen zu widmen.
Mai 2023 – Familie zuerst: Ein schwerer Schicksalsschlag in meiner Familie hat dafür gesorgt, dass ich mich für eine Zeit ganz auf meine Familie konzentriert habe. Online Business war in dieser Phase kein Thema.
Danach – Der lange Umweg: Ich habe verstanden, dass Trading und Network Marketing nicht meine Wege sind, und mich stattdessen tiefer mit Geldanlage, Krypto und ETFs beschäftigt – erst für mich, dann auch für Kolleginnen und Kollegen, die ich mit angestoßen habe.
2025 – Etsy und Print on Demand: Aufbau eines eigenen Etsy-Shops mit Print-on-Demand-Produkten, parallel zum Blog.
Ende 2025 – Hashimoto-Diagnose: Bei mir wurde Hashimoto diagnostiziert. Wie mich das seitdem begleitet, habe ich in einem eigenen Beitrag festgehalten: Meine Hashimoto Erfahrung: Wie eine Panikattacke in Barcelona alles ins Rollen brachten.
Erste Woche mit dem Blog: Über Empfehlungen auf meinem Blog kamen meine ersten 30 Euro Gewinn rein – mein persönlicher Startpunkt.
Was der Markt dazu sagt
Bevor ich von meinen eigenen Zahlen erzähle, kurz zur Einordnung: Wie viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nebenberuflich ein Online Business starten oder mit passivem Einkommen aufbauen experimentieren, wird immer wieder erhoben – aktuelle Größenordnungen findest du am zuverlässigsten direkt bei Statista, Bitkom oder Destatis . Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann: Die Bandbreite an Ergebnissen ist riesig, und die meisten Berichte, die man online liest, zeigen nur die Gewinnerseite. Genau deshalb will ich hier auch die andere Seite zeigen.
Was gut lief
Der größte Punkt, der bei mir wirklich gut lief, war nicht Trading oder Network Marketing – sondern das, was ich aus beidem gelernt habe. Ich habe verstanden, wie ETFs funktionieren, wie man ein Depot eröffnet, und was der Unterschied zwischen kurzfristiger Spekulation und langfristigem Vermögensaufbau ist. Dieses Wissen habe ich weitergegeben: Mehrere Arbeitskolleginnen und -kollegen haben durch mich den Schritt gewagt, sich überhaupt erst mit ETFs zu beschäftigen. Das war für mich ein echter Erfolg, auch wenn er nicht in Euro messbar ist. Konkret in Euro messbar war dagegen meine erste Woche mit dem Blog: Über Empfehlungen habe ich dort meine ersten 30 Euro Gewinn erzielt. Das ist kein Betrag, von dem man lebt – aber es war der Moment, in dem sich anfühlte: Es funktioniert grundsätzlich. Genau dieses Gefühl hat mich motiviert, mit dem Etsy-Shop und Print on Demand weiterzumachen.
Was nicht funktioniert hat
Ich will hier nichts schönreden: Trading hat bei mir nicht funktioniert. Ich hatte weder die Erfahrung noch die Ruhe, mit den Schwankungen umzugehen, und unterm Strich kam finanziell so gut wie nichts dabei heraus. Network Marketing war für mich noch schwieriger – nicht wegen des Produkts, sondern wegen der Struktur dahinter. Ich habe gemerkt, wie sehr Menschen dabei unter Druck gesetzt werden, und wie unangenehm es sich anfühlt, selbst in diese Rolle gedrängt zu werden. Beides waren für mich keine finanziellen Erfolge, sondern vor allem Lernerfahrungen darüber, was ich nicht mehr machen möchte. Auch der Etsy-Shop läuft nicht von selbst: Print on Demand klingt nach „Produkt hochladen, fertig“ – in Wahrheit stecken Recherche, Design-Anpassungen und viel Geduld dahinter, bis überhaupt ein Shop sichtbar wird.
💰 Meine Zahlen – transparent
Quelle: Empfehlungen über meinen Blog
Betrag: 30 Euro Gewinn
Zeitraum: erste Woche nach dem Start mit dem Blog
Zeitaufwand: neben einem Vollzeitjob, in den Abendstunden und am Wochenende
Zu Ausgaben und Steuern führe ich aktuell noch keine vollständige Aufstellung – das hole ich in einem der nächsten Updates nach. Grundsätzlich gilt: Auch kleine Einnahmen aus Blog, Affiliate oder Etsy sind in Österreich und Deutschland steuerlich relevant und gehören angegeben. Sprich dazu am besten mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.
💡 Das hätte ich früher wissen müssen: Ein Online Business ist kein passives Glück, das man einmal anschiebt – es ist Arbeit, die du heute leistest, damit sie sich später auszahlt. Die 30 Euro aus meiner ersten Woche waren nicht „passiv“ verdient. Sie waren das Ergebnis von Monaten, in denen ich mich mit Themen beschäftigt habe, die mich zuerst überfordert haben.
⚠️ Haftungshinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung dar. Die genannten Zahlen sind meine persönlichen Einzelergebnisse – kein typisches Ergebnis und keine Garantie für ähnliche Erfolge. Bei steuerlichen, rechtlichen oder finanziellen Fragen wende dich bitte an entsprechende Fachleute.
Nächste Schritte, wenn du selbst ein Online Business starten willst
Aus meinem eigenen Umweg über Trading und Network Marketing würde ich dir raten, direkter anzufangen:
- Finde ein Format, das zu deinem Alltag passt – bei mir war das ein Blog neben dem Vollzeitjob, nicht ein zeitintensives Trading-System.
- Beschäftige dich zuerst mit den Grundlagen von Geldanlage (zum Beispiel ETFs), bevor du in komplexere Modelle einsteigst.
- Starte mit einem kleinen, überschaubaren zweiten Standbein – bei mir aktuell der Etsy-Shop mit Print on Demand – statt gleich alles auf eine Idee zu setzen.
- Dokumentiere von Anfang an deine echten Zahlen, auch die kleinen, damit du später eine ehrliche Grundlage hast.
- Rechne von Beginn an mit Rückschlägen und sieh sie als Teil des Weges, wenn du langfristig passives Einkommen aufbauen willst.
Wie ich heute an das Thema passives Einkommen aufbauen herangehe
Heute sehe ich das Thema nüchterner als 2020. Es geht mir nicht mehr darum, möglichst schnell viel zu verdienen, sondern darum, Schritt für Schritt mehrere kleine Standbeine aufzubauen – Blog, Etsy-Shop, ETF-Sparen – die zusammen irgendwann tragen. Keins davon läuft von allein, aber jedes davon braucht mit der Zeit weniger aktive Betreuung als am Anfang.
Tools, die ich selbst nutze
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Pin dich Reich Akademie mit KI
Für meinen Etsy-Shop und den Blog ist Pinterest ein Kanal, den ich gezielter nutzen möchte. Diese Akademie kombiniert Pinterest-Strategie mit KI-Unterstützung, um Pins schneller und strukturierter zu erstellen. Passend für dich, wenn du wie ich einen Shop oder Blog hast und Pinterest bisher eher nebenbei bespielst.
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Flatex ETF-Depot
Nachdem ich mich intensiver mit ETFs beschäftigt habe, war ein eigenes Depot der logische nächste Schritt. Ich nutze Flatex für meinen ETF-Sparplan, weil die Depoteröffnung unkompliziert war. Für wen das passt: für alle, die – wie meine Kolleginnen und Kollegen, die ich mit angestoßen habe – einen einfachen Einstieg in langfristiges ETF-Sparen suchen.
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Der entspannte Weg zum Vermögen
Dieses Buch von den Machern von Finanzfluss war für mich der Einstieg, um Geldanlage mit ETFs und Aktien überhaupt zu verstehen, ohne mich in Fachbegriffen zu verlieren. Ich habe es selbst gelesen, bevor ich Kolleginnen und Kollegen zu ETFs ermutigt habe. Für dich passend, wenn du bei null anfängst und dir einen ruhigen, unaufgeregten Überblick wünschst.
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Häufige Fragen
Wie lange hat es bei dir gedauert, bis etwas passiert ist?
Bei mir war es kein gerader Weg. 2020 habe ich mit Trading und Network Marketing angefangen, und finanziell kam dabei über eine längere Zeit so gut wie nichts heraus. Erst über den Umweg, mich intensiver mit ETFs und Krypto zu beschäftigen und später einen Blog sowie 2025 einen Etsy-Shop zu starten, kam Bewegung rein. Die ersten 30 Euro über meinen Blog kamen in der ersten Woche, nachdem ich dort mit Empfehlungen gestartet bin. Das heißt aber nicht, dass es bei dir genauso läuft – jede Ausgangssituation ist anders.
Geht Online Business starten auch mit kleinem Budget?
Aus meiner Erfahrung: ja, aber mit Zeitaufwand statt großem Kapital. Mein Blog und mein Etsy-Shop mit Print on Demand haben keine großen Anfangsinvestitionen gebraucht – dafür aber viele Abende und Wochenenden. Beim Trading hätte ein größeres Budget vermutlich auch nichts gebracht, weil mir schlicht die Erfahrung gefehlt hat. Ich würde eher sagen: Investiere zuerst in Wissen, zum Beispiel über ein gutes Buch zu ETFs, bevor du Geld in ein Modell steckst, das du noch nicht verstehst.
Ist es realistisch, neben einem Vollzeitjob passives Einkommen aufzubauen?
Bei mir läuft das komplett neben dem Job – Blog und Etsy-Shop entstehen in den Abendstunden und am Wochenende. Realistisch ist es aus meiner Sicht, wenn du akzeptierst, dass am Anfang vor allem Zeit investiert wird und finanzielle Ergebnisse klein anfangen, wie meine ersten 30 Euro. Ich würde niemandem versprechen, dass sich das bei ihm oder ihr genauso oder schneller entwickelt – das hängt stark von Thema, Nische und eingesetzter Zeit ab.
Was würdest du im Rückblick anders machen?
Ich würde mir früher einen ehrlicheren Blick auf Network Marketing wünschen – ich habe zu lange gebraucht, um zu merken, dass mir dieses Modell und der Druck dahinter nicht liegen. Auch beim Trading hätte ich mir gewünscht, vorher mehr über Grundlagen wie ETFs zu lernen, statt direkt mit komplexeren Produkten zu starten. Der Etsy-Shop mit Print on Demand hätte bei mir wahrscheinlich früher kommen können, wenn ich mich nicht so lange mit den beiden anderen Wegen aufgehalten hätte.
Welche Fehler sollte ich vermeiden, wenn ich passives Einkommen aufbauen will?
Aus meiner Sicht der größte Fehler: sich in Modelle zu stürzen, bei denen man selbst gar nicht dahintersteht – bei mir war das Network Marketing. Der zweite Fehler war, Trading zu betreiben, ohne die nötige Zeit und Ruhe dafür zu haben. Was mir geholfen hat: mich zuerst mit den Grundlagen zu beschäftigen, kleine, ehrliche Schritte wie den Blog zu gehen und Rückschläge als Teil des Prozesses zu akzeptieren, statt sie als Scheitern zu sehen.
Nicole Fischer
Ich bin derzeit noch angestellt und baue neben dem Job mein eigenes Online Business auf – mit Blog, Etsy-Shop und ETFs statt schnellem Reichtum. Auf Indigo Leaf schreibe ich ehrlich über beides: was funktioniert, und was nicht.








